„Kattfiller" statt „Alaaf" oder „Helau"

Es war im Jahre 1583, als der Kölner Erzbischof und Kurfürst Gebhard Truchseß von Waldburg sein gesamtes katholisches Erzbistum Köln zur Annahme des protestantischen Glaubens zwingen wollte. Viele Städte folgten auch seinem Aufruf, nicht aber das „erzkatholische” Sauerland.

 

So blieb Truchseß nichts anderes übrig, als persönlich mit einer Streitmacht ins Sauerland zu reisen, um die Bürger zu zwingen, dem katholischen Glauben zu entsagen. Er kam so auch nach Attendorn, gelangte durch eine List in die Stadt und zerstörte sämtliche Kunstgegenstände in der Pfarrkirche.

 

An dieser Stelle setzt nun die Sage ein:

Die Attendorner hätten, so berichtet sie, den weiterziehenden Erzbischof in äußerster Wut zu nahegelegenen Burg Bilstein verfolgt. Eines Mittags habe einer der belagernden Schützen den vermeintlich schlafenden Erzbischof im Fenster der Burg gesehen. Er habe die Armbrust genommen, gezielt und ...getroffen. Heruntergefallen sei aber nicht der tödlich verwundete Erzbischof, sondern eine schlohweiße Mauerkatze.

 

Die Bilsteiner hätten daraufhin spöttisch hinter den abziehenden Attendornern hergerufen:

„Dort ziehen sie hin, die Kattfiller (Katzenmörder)!”

Seit dieser Zeit heißen die Attendorner mit Beinamen „Kattfiller”, der Schlachtruf zu Karneval heißt dementsprechend:

 

„Ein dreifaches Katt-filler, Katt-filler, Katt-filler!”

 
   
© KG Attendorn e.V. Zuletzt bearbeitet: 15.01.2014 - 16:44Uhr